Der Wunsch, unser eigenes Potential voll zu entfalten und Projekte in die Welt zu bringen, die wirklich Sinn machen, bewegt viele von uns. Doch wo heraus wirken wir? Aus welcher Motivation heraus entspringt der Impuls, tätig zu werden?

Viel zu oft ist die Motivation hinter unseren Projekten ein Getrieben-Sein, ein Hecheln nach sozialer Anerkennung oder die Hoffnung, durch unser Tun ein Gefühl innerer Leere zu überbrücken. Projekte, die aus dem Irrglauben heraus geboren werden, dass wir erst dann jemand sind, wenn wir uns durch großartige Projekte bewiesen haben, tun jedoch weder uns selbst noch unserer Mitwelt wirklich gut. Kaum können sie die Kraft und den Flow entwickeln, um innere und äußere Hindernisse zu überwinden, um unterstützende Menschen und Ressourcen anzuziehen und um nachhaltig die Welt zu gestalten, von der wir eigentlich träumen.

Menschen jedoch, die ihrem inneren Ruf lauschen und folgen, entwickeln eine solche Power, die uns immer wieder aufs Neue beeindruckt. Nicht nur erscheinen diese Menschen so viel freudvoller und lebendiger, auch sind wir überzeugt: Wirklich nachhaltige Projekte entstehen aus der Hingabe an diese innere Quelle.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr soll daher darin liegen, tief in uns einzutauchen und zu erspüren, wohin uns unser Innerstes führen will. Wo in uns selbst muß die Änderung lebendig werden, damit sie sich im Aussen hilfreich manifestieren kann? Wir stellen uns Schatten und Schwellen und öffnen Kanäle für das Neue, noch Unbekannte und Ungedachte, das sich durch uns und in uns in die Welt hinaus entfalten will. Ein Kernprinzip dabei ist die Fähigkeit, das anzunehmen was hier und jetzt ist und wirkt und über diese Annahme in einen natürlichen, intuitiven und kraftvollen Strom des Wandels zu gelangen. Ein Strom, von dem wir vielleicht nicht wissen, wo er uns hintreiben wird. Nichtwissen aushalten zu können, ist eine der Fähigkeit, die wir als PionierInnen des Wandels zunehmend lernen.

Den Ruf zu erkennen und uns diesem hinzugeben bildet die Grundlage. Damit dieser dann auch wirklich in die Welt kommt, vermitteln wir konkretes Handwerkszeug des Projektmanagements, der Finanzierung und Kommunikation, geben Raum und Bestärkung ebenso wie einen nötigen Tritt in den Hintern, einen sanften aber bestimmten Stups aus der Komfortzone, sowie Zugang zu dem tragfähigen Netzwerk der Pioneers of Change voller Gleichgesinnter, Mutmacher*innen, Expert*innen und möglicher Kooperationspartner*innen.

Was uns an den Pioneers of Change besonders taugt? Die Verwebung von persönlicher und gesellschaftlicher Transformation, von innerer und äußerer Arbeit, von Achtsamkeit und Wirkungsmacht. Und das Leuchten in den Augen der Menschen, die dabei sind, wirklich ihres in die Welt zu bringen.

Wir freuen uns auf ein inspirierendes gemeinsames Jahr!

Franziska Kohler und David Marek, Leitungsteam des Lernganges 2016/17

 

Comments are closed.