Ausgezeichnet von der UNESCO

Der Lerngang wurde von der UNESCO Kommission als “Dekadenprojekt für nachhaltige Bildung” ausgezeichnet. Die UN Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung„möchte allen Menschen Bildungschancen eröffnen, die es ihnen ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und eine positive Veränderung der Gesellschaft erforderlich sind.“ Dazu tragen wir bei mit Pioneers of Change!

 

Transformative Learning: Pioneers of Change ist kein klassisches Bildungsprogramm, in dem frontal unterrichtet wird – deshalb auch die Bezeichnung „Lern-gang“. Es geht um die praktische Anwendung von Inhalten und Inspirationen –  und so entwickelst du dein Projekt und dich selbst weiter. In Vordergrund stehen dabei Experimentelles Lernen, tiefe Reflexionen,Dialoge, das Arbeiten in Gruppen und „Co-creation“.

Du wirst lernen deine Hürden zu überwinden und vermutlich Dinge machen, die du dir davor nie zugetraut hättest. Wenn dabei mal etwas schief geht ist das weiter nicht schlimm, ganz nach dem Motto „fail fast to fail your way forward“ glauben wir, dass wir durch unsere Fehler sehr viel lernen können.

 

Action Learning

Die „Pioneers of Change”, ihre individuellen Bedürfnisse und Potenziale, stehen im Zentrum des Lerngangs. Dabei geht es nur wenig um die Vermittlung von theoretischem Wissen in konventioneller Art („Lehren”), sondern – dem Temperament von „Entrepreneurs” entsprechend – um „Learning by Doing” – um handlungsorientiertes Lernen für die Umsetzung der eigenen Projekte und die Entwicklung ihrer Organisationen. Die vermittelten Inhalte werden unmittelbar mit der Reflexion des praktischen Handelns verwoben.

Diese Reflexion unterstützen wir, indem die Teilnehmenden schon sehr bald “Prototypen” entwickeln. Das sind kleine Versuchsfelder, in denen die erwünschten Projekte, Rollen und Herausforderungen ausprobiert werden können. Frei nach dem Motto: “scheitere früh um viel zu lernen”.

Ganzheitliche Methoden

Im Gegensatz zu einseitigem, ausbrennendem Engagement regt der Lerngang zu einer ausgewogenen Entwicklung zu „ganzen Menschen” an, mit gesunden sozialen Beziehungen und der Einbeziehung und Wertschätzung aller Ebenen des Seins.

Geeignete Methoden bieten einen Rahmen, Kreativität, Intuition und Empathie zu wecken, Selbstwahrnehmung zu schärfen und einfühlsames Verständnis der Verbundenheit mit allem Leben zu entwickeln. Auch körperliche Bedürfnissen nach Bewegung, An- und Entspannung werden berücksichtigt und entsprechende Übungen in das Programm eingeflochten. Entschleunigung, bewusstes Innehalten und eine stille Achtsamkeit können die Quelle für pragmatisches und engagiertes Handeln sein.

Der Lebendigkeit auf der Spur

Wesentlich in unserer Arbeit ist, dass wir in unserem Seminarmodulen in großem Ausmaß auf die aktuellen Bedürfnisse situativ eingehen. Das Leitungsteam erspürt, was die Gruppe und die Einzelnen brauchen und immer wieder weicht dies von ursprünglich geplantem und vorbereitetem ab, so werden die Ideen und methodischen Vorgehensweisen die aus dieser kollektiven Intelligenz entspringen lebendig und oftmals unglaublich wirkungsvoll.

Voneinander lernen

Im ganzen Lerngangs-Verlauf werden MutmacherInnen – erfahrene PionierInnen und weise Ältere – eingeladen, die im Dialog von ihrem Prozess erzählen, von ihren Schwierigkeiten und auch von Erfolgen. Insofern kann sowohl von den Erfahrungen anderer gelernt werden, als auch Inspiration und Mut zum Weitermachen und Durchhalten getankt werden.

„Pioneers of Change” sind im allgemeinen in ihren Projekten und Organisationen stark emotional involviert, gehen persönliche Risiken ein und finden gleichzeitig in ihrem Umfeld oft wenig Verständnis für ihr Engagement. Überforderung, Frustration und Einsamkeit können Folgen dieser Entwicklung sein. Der Lerngang bietet den Teilnehmenden eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die füreinander Verständnis haben und sich wechselseitig stärken können. Organisierte Treffen in Kleingruppen zwischen den Modulen helfen den einzelnen, „am Ball zu bleiben” und dank der kritischen Fragen, Ideen und sonstigen Ressourcen der wohlwollenden Gruppe bzw. der „kollektiven Intelligenz” innere und äußerere Hürden zu überwinden.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Projekteentwicklung ist auch ein guter Zugang zu Netzwerken, die richtige Kontaktperson kann oft wesentlich weiterhelfen bei den unterschiedlichen Herausforderungen im Engagement für den Wandel. Die Kontakte und die Community, die während des Lerngangs entstehen, werden vielleicht ein Leben lang hilfreich für die Pioneers of Change sein.